„Wir sind ein Team“

Auf hoher See mit den Rehabilitanden des Kolping-Berufsbildungswerkes Brakel

Ijsselmeer. Anfang September hieß es mal wieder „Schiff ahoi“ für 11 Auszubildende des Kolping-Berufsbildungswerkes in Brakel und 2 Studentinnen der KatHO Münster. Gemeinsam mit Skipper Lenn Pool, seiner Frau Elke und Schiffshund Kumpel ging es im Hafen Enkhuizen an Bord der Nooit Volmaeckt. Für die nächsten 5 Tage hieß es dann auf zu den Weiten des Ijsselmeeres und der niederländischen Nordsee.

Vollbeladen mit Bergen an Verpflegung, Schlafsäcke, Decken und Koffern gingen wir am Montagmorgen in Enkhuizen an Bord - dick eingepackt mit Regenjacke und Regenhose, denn es war stürmisches Wetter mit einer Windstärke von 8-9 (bis zu 88 km/h) angesagt. Auf See bekamen wir dies auch deutlich zu spüren. Auf halbem Weg nach Lelystad mussten wir die Segel einholen und mit Motor weiterfahren, um möglichst schnell in den sicheren Hafen zu kommen. Dort angelangt haben wir erst einmal alle Schuhe, Hosen und Jacken zum Trocknen aufgehängt. Das blieb uns dann leider auch in den folgenden Tagen nicht erspart, da wir eine sehr stürmische und regnerische Woche erwischt hatten. Das schlechte Wetter hat uns jedoch keineswegs den Spaß genommen. Die Gruppe ist sehr gut zusammengewachsen. Jeder hat mit angepackt, wo Hilfe benötigt wurde, egal ob in der Küche, beim Spülen nach dem Essen, beim Hissen des Segels oder sonst wo. Denn es galt immer: "WIR SIND EIN TEAM!". Nachdem wir in Lelystad übernachtet haben, ging es am nächsten Tag mit einer deutlichen Schräglage und starkem Geschaukel über das Markermeer nach Hoorn, einer kleinen schönen holländischen Stadt. Am Mittwoch wurde vor starkem Sturm gewarnt, daher konnten wir nicht ablegen. Den Tag verbrachten wir entspannt in Hoorn bzw. auf unserem Schiff so dass wir uns am Donnerstag frisch und ausgeruht auf den Rückweg nach Enkhuizen machen konnten. Klatschnass und ordentlich durchgefroren sind wir dann schließlich im Heimathafen angekommen und nach einer heißen Dusche genossen wir unseren letzten gemeinsamen Abend. Alles in allem, war es eine wunderschöne Fahrt und am liebsten hätten wir alle die Zeit zurückgedreht. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr Segeln!

(Geschrieben von Helena Frenke, Begleitende Betreuerin)