Einstehen für Teilhabe von Menschen mit psychischen Erkrankungen

"Menschen mit psychischen Erkrankungen erfahren in unserer Gesellschaft häufig Ausgrenzung und sind mit pauschalen Vorurteilen konfrontiert. Vor allem die Teilhabe am Arbeitsleben ist für viele schwierig oder nicht möglich. In Berufsbildungswerken steigt seit vielen Jahren  - und nicht erst seit 2015 - der Anteil an jungen Menschen, die eine psychische Erkrankung haben. Damit steigen die Anforderungen an die berufliche Rehabilitation und die Gesellschaft insgesamt, die für die betroffenen Menschen neue Bedingungen und passende Teilhabeangebote bereithalten müssen.

Unerträglich ist vor diesem Hintergrund die Kleine Anfrage der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag zu 'Straftaten und dem Gefahrenpotential von psychisch kranken Flüchtlingen' (BT-Drs.19/14807). Sie erkundigt sich vordergründig und ausgehend von Einzelfällen nach Daten über Menschen mit psychischen Erkrankungen, die aus ihrer Sicht 'eine Bedrohung der Gesellschaft' darstellen. Damit wird eine willkürliche Verbindung zwischen Straftaten von Einzelnen, psychischer Erkrankung und Menschen auf der Flucht konstruiert.

Pauschale Zuschreibungen gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen helfen niemandem. Es gilt vielmehr, für diese wachsende Personengruppe neue Perspektiven sowie präventive Ansätze zu entwickeln. Dafür setzen sich die Berufsbildungswerke ein."

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(Quelle: Pressemitteilung BAG BBW vom 22.11.2019)