Praktisch und gut - Verzahnte Ausbildung mit Berufsbildungswerken

Kooperation des Kolping-Berufsbildungswerkes Brakel mit dem Industriemontage- und Dienstleistungsbetrieb Michael Weskamp entwickelt sich zum Erfolgskonzept

Brakel. „Sehr positiv überrascht“, zeigte sich Michael Weskamp nach kurzer Zeit von seiner neuen Einsatzkraft in seinem Betrieb in Altenheerse. Im Rahmen der Verzahnten Ausbildung mit Berufsbildungswerken (VAmB) erhält Auszubildender Sebastian Goldmann seit Januar 2016 die Chance, dort eine längerfristige Praxisphase durch die Kooperation mit dem Betrieb und dem Kolping-Berufsbildungswerk in Brakel zu durchlaufen.

Jungen Menschen mit Behinderungen den Weg in den ersten Arbeitsmarkt zu öffnen, ist eine Herausforderung für alle Beteiligten. Den Betrieben fehlt oft die notwendige Fachkompetenz, um die Auszubildenden entsprechend Ihrer Einschränkungen zu fördern und zu betreuen. Genau hier knüpft das Angebot der Verzahnten Ausbildung mit Berufsbildungswerken (VAmB) an. Durch die Kooperation der Berufsbildungswerke mit Unternehmen der Wirtschaft wird die Vermittlung der betrieblichen Praxiserfahrung durch die Unterstützung und Betreuung der Fachkräfte des Berufsbildungswerkes optimal ergänzt. Sebastian Goldmann ist seit 01.08.2014 Auszubildender des Kolping-Berufsbildungswerkes in Brakel. Hier hat er eine Ausbildung als Metallbearbeiter begonnen.

„Praktisch ist er sehr talentiert, am theoretischen Verständnis und Sozialverhalten müssen wir jedoch noch arbeiten“, stellt Ausbilder Klaus Happe die Eigenschaften seines jungen Auszubildenden heraus. Daher sei eine Ausbildung mit hohem betrieblichen Praxisanteilen und der damit einhergehenden Motivationssteigerung genau der richtige Weg. Goldmann wurde daher für die verzahnte Ausbildung vorbereitet, die er nun im zweiten Ausbildungsjahr umsetzt. Durch einen Kooperationsvertrag mit der Fa. Michael Weskamp Industriemontage und Dienstleistungen wird er dort betrieblich ausgebildet. „Er ist gut vorbereitet auf den praktischen Einsatz, vor allem in der Schweißtechnik“, freut sich Weskamp über die Einsatzbereitschaft seines vorübergehenden Auszubildenden. Er könne bei ihm noch viel lernen beim Erfüllen der verschiedenen Kundenaufträge. Schwerpunkt des Betriebes von Michael Weskamp ist das Montieren und Reparieren von Tür- und Toranlagen. Während der betrieblichen Ausbildungsphase bleiben Sarah Ditz, Case-Managerin und VAmB-Beauftragte des Kolping-Berufsbildungswerkes, Ausbilder des Kooperationsbetriebes und Auszubildender kontinuierlich in Kontakt und kommen auch zu abgestimmten Zeiten im Betrieb zusammen. Damit wird für den Auszubildenden ein Konzept geschaffen, das ihm die größtmögliche Unterstützung zum erfolgreichen Abschluss seiner Ausbildung bietet. Gleichzeitig sammelt er wertvolle Erfahrungen aus dem betrieblichen Alltag. „Im Betrieb kann ich zeigen, was ich kann“, ist Goldmann stolz auf seine Möglichkeiten.

Insgesamt profitieren alle Beteiligten von der Kooperation. Die Auszubildenden erhalten die Chance auf Integration in den ersten Arbeitsmarkt, die Partnerunternehmen erhalten die Chance auf qualifizierte Fachkräfte. Die Ausbildung erfolgt praxisnah und realitätsecht – eben praktisch und gut.